11.10.2015

TSV-Turner erfolgreich beim BTB-Pokal!

Am Sonnabend, den 10.10.2015, traten die Schützlinge von TSV-Turntrainer Sergey Pavlov beim Pokalturnier des Berliner Turnerbundes an.

Sprungrolle, Handstand, Spagat und viele andere Basisübungen, die die turnerischen Grundlagen bilden, standen auf dem Programm.

In der Einzelwertung konnte sich Erik Junghanns über die Goldmedaille freuen! Ignat Iwantschenko und Mark Schwichtenberg belegten in dem großen Starterfeld den 8. Platz bzw. 25. Platz.

Ignat Iwantschenko, Erik Junghanns und Mark Schwichtenberg belegten in der Mannschaftswertung einen guten 5. Platz. Die TSV-Mannschaft trat mit nur drei Turnern an und hatte so keinen Streichwert.

25.08.2015

93. Friedrich-Ludwig-Jahn Turnfest in Freyburg

Auch in diesem Jahr war der TSV Falkensee wieder beim „Jahn-Gedenkturnen“ in Freyburg an der Unstrut dabei. Zum 93. Mal trafen sich dort Turnerinnen und Turner aus ganz Deutschland zum Turnen unter freiem Himmel. Bei strahlendem Sonnenschein bestritten die 22 Teilnehmer aus Falkensee ihre Wettkämpfe in 4 verschiedenen Wettkampfklassen. Unter schwierigen Bedingungen mit Wind, taunassem Rasen und Wespen konnten besonders Anne Schulz, Anna Kaunath und Lion Prengel überzeugen, die in ihren Klassen jeweils die Bronzemedaille ergatterten. Auch Tamina Treutler, Kim Schulz und Josephine Lasota zeigten an allen Geräten saubere Übungen und wurden dafür mit den Plätzen 4, 5 und 6 belohnt. Hervorzuheben ist, dass Tamina trotz eines Wespenstichs während ihrer Schwebebalkenübung den Wettkampf ohne Sturz fortsetzte und mit einer sehr hohen Punktzahl an diesem Gerät belohnt wurde.

Am Freitag- und Samstagabend wurde zusammen mit anderen Sportlern unterschiedlicher Generationen viel gelacht und zu Livemusik getanzt. Ein besonderes Highlight war auch das erneute Zusammentreffen mit der fast 90 jährigen Johanna Quaas, die kürzlich sogar als älteste Turnerin der Welt in die „International Gymnastics Hall of Fame“ aufgenommen wurde.

Letztlich liegt ein spannendes Wochenende mit vielen Eindrücken und Erlebnissen hinter den Falkenseern, an das sie sich noch lange erinnern werden.

13.07.2015

Falkenseer Turner erfolgreich bei Landesmeisterschaft

Am Sonnabend, den 11.7.2015, traten die jüngsten Leistungsturner des TSV Falkensee bei den Landesmeisterschaften im Mehrkampf an.

Der Tag begann für die kleinen Turner sehr früh, da der Wettkampf bereits 9 Uhr in Cottbus begann. In einem Starterfeld von 27 Teilnehmern, die sich für die Landesmeisterschaften qualifiziert hatten, schlugen sich die drei Falkenseer Turner der Altersklasse 7 sehr erfolgreich. Erik Junghanns belegte in der Gesamtwertung einen hervorragenden zweiten Platz, Felix Seemann wurde Fünfter und Ignat Iwantchenko Achter.

Am Nachmittag fanden die Gerätefinals statt, die von den kleinen Turnern noch einmal alle Konzentration forderten. Besonders für Erik Junghanns war dies eine schwierige Aufgabe, da er sich an allen sechs Geräten für das Finale qualifiziert hatte und so alle Übungen vom Vormittag noch einmal turnen musste. Nach einem Patzer beim Abgang von den Ringen, der ihm eine Medaille gekostet hatte, zeigte er enormen Kampfgeist und holte sich mit einer tollen Übung am Barren den Landesmeistertitel! Am Sprung wurde er für seine sehr gelungene Sprungrolle mit der Silbermedaille belohnt.

 

Felix Seemann, der in drei Gerätefinals an den Start ging, zeigte sein ganzes Können und holte sich eine Silbermedaille am Seitpferd und Bronze am Boden. Ignat Iwantchenko nutzte seine einzige Finalchance sehr erfolgreich und erturnte sich die Bronzemedaille am Seitpferd.

Da alle drei Falkenseer Teilnehmer mit Edelmetall nach Hause fuhren, hatte der kräfteraubende Tag auch für Trainer Sergej Pavlov und Betreuer ein glückliches Ende.

 

Sergej Pavlov

13.07.2015

Der TSV-Falkensee beim Deutschland-Cup in Delitzsch

Am Sonnabend fuhren wir mit vier Mädchen zum Deutschland-Cup in die Schokoladenstadt Delitzsch in Nordsachsen,  die bekannt für ihre Halloren-Kugeln ist. Die Mädchen hatten sich durch gute Platzierungen in den vorigen Wettkämpfen qualifiziert und es war für die beiden Jüngeren Teilnehmerinnen Luka Hoffmeister und Leonie Schipke aus der Altersklasee 12/13 Jahren der erste Start bei einer solch hochkarätigen Veranstaltung, die ja auch als kleine Vorstufe zur Deutschen Meisterschaft angesehen werden kann. Die beiden erfahrenen Turnerinnen Anne Schulz in der AK 18-29 Jahre und Franziska Kirsten in der AK 16/17 brachten hier doch eine gewisse Ruhe in die Runde, obwohl es doch für alle eine sehr aufregende Sache war. Zu diesem Deutschland-Cup reisen die besten Turnerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet an und daher war es wirklich ein sehr starkes Teilnehmerfeld, nicht nur von der Anzahl der Turnerinnen als auch von der Qualität der Leistungen. Schon beim Einturnen konnten wir kaum unseren Augen trauen, was teilweise von den Mädchen geboten wurde und mit welchen enormen Schwierigkeitsgraden  manche hier teilweise auftrumpften. Jedoch ließ sich unser Quartett davon nicht beeindrucken und behielt die Nerven.

Den Anfang machten Luka Hoffmeister und Leonie Schipke. Am Stufenbarren schaffte Luka das erste Mal in einem Wettkampf eine Riesenfelge, was ihr natürlich eine große Motivation war und auch Leonie konnte nach ihrem gelungenen Auftritt beruhigt in den weiteren Verlauf starten. Am Zitterbalken zeigten beide erstmals einen Auerbach als Abgangssprung und Leonie turnte erstmals einen Flic-Flac, den sie auch stehen konnte.  Leider hatte sie einige Wackler , war aber trotzdem sehr zufrieden.  Am Boden zeigte Leonie eine sehr schöne Übung mit sehr schönen gestreckten Beinen und wurde mit einer  guten Note dafür belohnt, Luka behielt trotz einer kleinen Verwirrung aufgrund einer defekten Musik-CD die Nerven und turnte ihre Übung sauber zu Ende. Dieser Vierkampf wurde mit dem Sprung beendet, den beide auch sehr gut und sturzfrei meisterten. Beide waren hochzufrieden mit ihrem ersten Auftritt bei einem derartigen hochkarätigen Teilnehmerfeld und wurden mit einem 30. Platz für Leonie Schipke und einem 33.Platz für Luka Hoffmeister dafür belohnt. Das Teilnehmerfeld bestand aus 42 Teilnehmern und der Sieg ging  mit ca. 8 Punkten Vorsprung zu unseren Mädels nach Niedersachen an Justina Büttner. Am Nachmittag gingen unsere Großen an den Start. Auch hier war das Teilnehmerfeld  mit 35 und 33 Turnerinnen  auch wieder  sehr stark besetzt und hier wurden die beiden Großen gut von Luka und Leonie“ betreut“, die ja schon fertig waren, das war ein schönes Bild.  Anne turnte in der Gruppe der 18-29jährigen einen sehr guten Wettkampf.  Auch hier waren wir sehr beeindruckt von den starken Leistungen der Teilnehmerinnen, aber Anne ließ sich davon nicht beeindrucken und turnte sauber ihre Übungen durch. Am Schwebebalken zeigte auch sie einen Flic-Flac, den sie auch sicher stand und wurde erhielt  durchweg  gute Noten für ihre Übungen. Am Ende  wurde sie mit einem 24.Platz von 33 Teilnehmern dafür  belohnt, der Sieg ging nach Westfalen an Leonie Schmedthenke. Franziska Kirsten kämpfte sich bei den 16/17 jährigen durch, die auch durch ein sehr großes Teilnehmerfeld von 35  vertreten waren. Aufgrund einer Verletzung beim Falkenseer Sommer am vorigen Wochenende, sie verdrehte sich dort das Knie, war sie doch sehr eingeschränkt und von starken Schmerzen begleitet, aber sie dachte in keinem Moment ans Aufgeben und kämpfte sich tapfer durch. Sie stürzte 2mal vom  Balken , turnte aber ihre Aufgaben tapfer zu Ende , am Boden mobilisierte sie ihre letzten Reserven und legte eine sehr gute Übung mit hervorragenden Sprüngen hin. Die letzten beiden Geräte absolvierte sie fehlerfrei und  vor allen Dingen verletzungsfrei und beendetet den Wettkampf ebenfalls mit einem 24.Platz. Hier ging der Sieg mit hervorragenden 56,7 Punkten nach Bayern.  Damit ging für uns alle ein sehr aufregender Tag zu Ende.  Die Mädchen haben sehr viel gelernt und konnten viele Eindrücke mit nach Hause nehmen, die sie für ihren weiteren Weg bestimmt gut verarbeiten können. Eine große Freude machte die Trainerin Kathleen Paries ihren Mädchen noch. Sie ließ für alle ein T-Shirt drucken als Erinnerung für die Teilnahme am Deutschland-Cup 2015. Das war natürlich ein krönender  Abschluss für diesen schönen Tag.  Wir möchten uns auch sehr herzlich bei Kathleen  bedanken, die durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihr sehr großes Engagement im Verein  unsere Mädchen so weit gebracht hat, sich diesen Aufgaben zu stellen und immer weiter zu kämpfen, mal sehen, wohin der Weg  noch führen wird.

Der TV 90 Bad Düben hat wirklich einen sehr schönen Wettkampf ausgerichtet. Der Verlauf verlief komplikationslos und die Durchgänge wurden zügig durchgeführt. Persönlich fand ich es sehr schön, dass der Hallensprecher jede Turnerin persönlich vor ihrer Bodenübung vorgestellt hat, mit Namen, Bundesland und Verein. Das vermittelte einen sehr persönlichen und anerkennenden Charakter und wir als Zuschauer bekamen auch einen Eindruck davon, woher all die Turnerinnen kamen. Auch wurde bei der Siegerehrung jede Turnerin vom 1. bis zum 42. Platz namentlich geehrt, was auch eine sehr große Anerkennung wiederspiegelte.

 Vielen Dank, wir kommen gerne im nächsten Jahr wieder.

 

(geschrieben von Christina Schipke)

Galerie

16.06.2015

Unerwartete Post nach dem Falkenseer Sommer 2015

Ach wäre ich doch bloß ein paar Jahre jünger …

Der Blick von Charlie Hagist von oben in die Halle - Das Einturnen hat gerade begonnen.

„Ich gehe nur mal kurz drüben an der Sporthalle des Gymnasiums durch die Scheibe schauen. Dort ist doch heute der TSV-Wettkampf. Ich bin gleich wieder zurück.“ So verabschiedete ich mich von meiner Frau um etwa dreizehn Uhr 30. Nach wenigen Schritten erreichte ich die Sporthalle und äugte durch die Glasscheibe. Jede Menge Turnerinnen und Turner saßen dort um die für das Bodenturnen ausgelegte riesige Matte. Sie fieberten gerade bei der Siegerehrung mit dem zahlreichen Publikum um die Wette, wer denn als nächster auf die Podeste für die Plätze 1 – 3 aufgerufen wird.

Nun wollte ich aber auch sehen, was die Sportlerinnen und Sportler drauf haben. Ich verließ meinen Außenbeobachtungsplatz und begab mich in die Halle, wo ich hinter einer Glasfront in direkter Nähe der Imbiss-Ausgabe (für die Aktiven) auf einer Steinbank meinen Sitzplatz einnahm.

Nach Ende der Preisverteilung begann das ‚Warmturnen‘ für die nächsten Wettkämpfe. Und mit dem ‚Warmturnen‘ begann auch bei mir die ‚innere Fieberkurve des Interesses und der Begeisterung‘ anzusteigen. Was ich beim ‚Warmturnen‘ zu sehen bekam, fesselte mich derart, dass ich an ein Nachhausegehen gar nicht mehr denken konnte. Ich saß auf meiner harten Bank und wusste überhaupt nicht, wohin ich als erstes schauen sollte. Direkt unter mir flitzten die ersten Sportler auf das Absprungbrett am Pferdsprung zu. Nach einem kurzen, kräftigen Absprung auf dem Ding flogen sie wie ein Ball in die Luft, stützten sich kurz auf dem Pferd ab, um dann nach einem Überschlag oder einem Salto auf der Matte zu landen.

Andere waren fleißig am Reck dabei, den ersten Schwung zu üben. Einige der Turnerinnen hatten sich derweil an ihrem ‚Angstgegner‘ Schwebebalken eingefunden und übten, wie sie denn dieses Gerät nach erfolgreicher Übung elegant wieder verlassen können. Schon allein beim Zuschauen rennt einem der Angstschweiß, wohl ahnend, wie schmerzhaft eine missglückte Bewegung bei einer Übung an diesem Gerät sein kann. Das Gerät Schwebebalken sieht ja eigentlich nach nichts weiter Spektakulärem aus, aber es hat es in sich. Ein Gerät, das höchste Körperbeherrschung von den Sportlerinnen verlangt.

Und dann waren da ja noch –neben den vielen anderen Sportgeräten, die ich nicht alle aufzählen möchte- die Bodenturner. Die hatten es mir besonders angetan. Was die schon in der ‚Warmturn‘-Phase gezeigt hatten, ließ mich auf meinem Sitz kleben, die Uhrzeit vergessen und den Schweiß rinnen. Es waren nicht nur die Salti vorwärts und rückwärts, es waren zudem die Schrauben, die in die Übungen eingebaut wurden. Besonders fasziniert hatten mich aber die Salti vorwärts gestreckt oder gebückt. Das Ganze sowohl von den Turnern als auch von den Turnerinnen dargeboten. Toll, einfach toll! Dabei schien es aus meiner Perspektive so zu sein, dass manche Turnerinnen nicht größer als vielleicht einen Meter vierzig waren und dazu sehr jung. Du meine Güte, wann haben die denn mit dem Trainieren angefangen? Haben die schon im Buddelkasten begonnen, erste Sprünge und Körperdrehungen zu üben?

Sah ich hier die nächsten Landes-, oder Europameister in den einzelnen Sportdisziplinen? Wenn die so weitermachen, ist das nicht ausgeschlossen.

Und dann begannen nach dieser ‚Warmturn‘-Phase die Wettkämpfe. Die Reihenfolge der Geräte wurde zugeteilt und los ging‘s.

Immer noch schaute ich gebannt von meiner erhöhten Zuschauerposition auf die Geräte und Sportlerinnen und Sportler. Die nahe am Turngeschehen sitzenden Wertungsrichterinnen und Wertungsrichter blätterten zunächst in ihren Unterlagen, um die Reihenfolge der Starter festzustellen, gaben dann das Zeichen zum Beginn des Wettkampfes und die einzelnen Sportlerinnen und Sportler gaben ihr Bestes.

Wer seine Übung beendet hatte, ob mit kleinen Patzern oder fehlerfrei, wurde zunächst mit kurzem Beifall bedacht, von den übrigen Teilnehmern der Gruppe ‚abgeklatscht‘ und erhielt von den anwesenden Trainern meist lobende, eher ganz selten tadelnde, Worte. So sah es jedenfalls von meiner Sitzposition aus.

Immer, wenn eine neue Turnerin oder ein neuer Turner auf Startposition ging, dachte ich so bei mir: „Wäre eigentlich schön gewesen, wenn ich so weit gekommen wäre. Aber es ging damals nicht. Und heute? Leider zu alt. Ach, wäre ich doch bloß ein paar Jahre jünger, nur etwa 60 Jahre.

Dann würde ich …“

Nach mehr als drei Stunden in der Sporthalle des Marie-Curie-Gymnasiums ging ich schließlich dann doch nach Hause.

 

Charlie Hagist