Ringen | Aktuelles

19.02.2017

Edelmetall aus Potsdam abgeholt

TSV-Ringer sammeln Erfahrung und Medailien

Am Samstag fanden die diesjährigen Landesmeisterschaften  im Freistil in Potsdam statt. Viele Landesteile Brandenburgs waren hier vertreten. Unter Ihnen, auch  eine Delegation der Falkenseer Ringer des TSV.

Circa 130 Teilnehmer aus 9 Vereinen rangen  um die begehrten Titel und Medaillen. Leichtester Starter des TSV Falkensee war  diesmal Marten Sauerzapf bis 34Kg der D-Jugend. Marten konnte neu erlernte Standtechniken direkt umsetzen und überraschte seine Gegner mit teils guten Beinangriffen. Beim Bodenangriff und Abwehr viel ihm der Anschluss noch schwer, die Aufregung tat hier sicherlich auch einiges dazu. Platz 6 für Marten. Im 42 Kg Limit hatte der TSV gleich 2 Starter im nordischen Modus jeder gegen jeden dabei. Bei Lennox Wegner lagen Licht und Schatten dicht bei einander. So konnte er 2 von 4 Kämpfen als Schultersieger  gewinnen, 2 verlor er selbst auf Schultern. Für ihn gilt es nun neben seiner Spezialtechnik, dem Kopfhüftschwung, sein Technikrepertoire zu erweitern. Bronze für Ihn. Vereinskameradin Cecilia Spychalski  war kaum zu bremsen. Sie startete voll durch, gleich der erste Gegner wurde mit 16:0 Punkten technisch überlegen besiegt. Sie schulterte Ihre nächsten Gegner, darunter auch Trainingspartner Lennox, innerhalb der ersten Kampfrunde nach durchdachten Stand-Boden Kombinationen.

Sie musste sich nur Favorit Jonas Guthke aus Potsdam beugen, (auch Ihn hatte sie 2mal fast geschultert) . „ Das nächste Mal besiege ich auch ihn“, so das Statement der Silbermedaillen-Gewinnerin aus dem Havelland.  Im schwersten Limit bis 58Kg kämpfte Neuzugang Collin von Calle schon mutig mit. Er lernte bei diesem Turnier, das die Techniken, die im Training schon ganz gut funktionieren, beim echten Wettkampf erst einmal umgesetzt werden müssen. 3. Platz am Ende für Ihn.

 

Den ersten Kampf verlor Leiff Goldacker schon  gegen die Waage. Der Zeiger stand auf 600g über den angepeilten 34Kg. So musste der Falkenseer Ringer gegen teils 4 Kg schwerere Gegner im 38Kg Limit C-Jugend starten, Welten in dieser Altersklasse. Ein  spannendes Duell im ersten Kampf, bei dem nur der Pausenpfiff den Gegner vor der Schulterniederlage rettete, endete am Ende mit Sieg für den Gegner der ihn aus der Unterlage übertrug und selbst schulterte. Den 2. Kampf beendete ein schon erfahrener Gegner vorzeitig mit der Spindel, einem Bodengriff dem, einmal richtig gefasst kaum zu entkommen ist, das Aus für Leiff.

 

Felix Dorn überzeugte durch agiles  Ringen im 46Kg Limit der C-Jugend. Nach 2 super Kämpfen, ein Punkt- und ein Schultersieg, vergab er im Finale die schon sicher geglaubte Meisterschaft in letzter Sekunde und wurde aus eigener Festhalte übertragen und auf die Schultern gedrückt. Silber für Ihn!

 

Emily Spychalski, die in der Gewichtsklasse  bis 54kG den TSV vertrat, verlor Ihren ersten Kampf nicht unumstritten ganz knapp nach Punkten. Im  2. Kampf rang sie mutig gegen den Favoriten mit, konnte eine Niederlage jedoch nicht abwenden.  Bronze für Emily

 

Landesmeister wurde Leon von Calle für den TSV im schwersten Limit bis 69Kg. Nach verständlicher Aufregung in einem seiner ersten Turniere und ein paar erfolglosen Beinangriffen, gab der  Tipp von der Trainerecke den  Ausschlag: „ werfe ihn von ganz oben“!  Ein unmittelbar folgender Kopfhüftschwung brachte ihm dann den Schultersieg und damit  den Titel!

 

 

Durch  sehr gute Organisation konnte ein überraschend zügiger Durchlauf erreicht werden sodass unsere Sportler mal nicht erst  im Dunkeln zu Hause waren.

 

18.01.2017

Heiße Kämpfe trotz eisiger Kälte

Berliner Meisterschaften Griechisch-römischer Stil Berlin Buch

Gerade 2 Wochen war das neue Jahr alt, schon stand die erste Meisterschaft für die Falkenseer TSV-Ringer an.  Wie schon in den Vorjahren, wollten sich die Falkenseer Freistilrecken in der fremden Stilart versuchen  und starteten bei den Offenen Berliner Meisterschaften in Berlin Buch im klassischen, also griechisch römischen Stil. Der Hauptaspekt war hierbei  für die Jüngeren C-Jugendlichen das Sammeln von Wettkampfpraxis. Im leichten Limit bis 34Kg trat in seinem 2. Turnier überhaupt, Leiff Goldacker für den TSV an. Im  ersten Kampf lernte er allerdings ,wie die allermeisten Ringer früher oder später, wie schnell dieser Sport ist und ein Kampf zu Ende sein kann, wenn man dem Gegner den Arm überlässt. Schulterniederlage nach einem blitzschnellen Kopfhüftschwung. Im 2. Kampf lief es dann deutlich besser,  hier konnte er einige Punkte für sich entscheiden,  jedoch reichte es noch nicht zum Sieg. Im  42 kg Limit wurde Falkensee durch  Felix Dorn  vertreten.  Felix rang trotz wenig technischer Erfahrung sehr entschlossen und trieb seine Gegner vor sich her. Nachdem er seinen 2. Gegner auf die Schultern legte, war ihm die Silbermedaille und damit der Titel des Vizemeisters nicht mehr zu nehmen. Den  jüngeren Startern und den mitgereisten Fans  wird wohl das große  Aufgebot an Ringergrößen im Männerbereich noch lange in Erinnerung bleiben.

Hier gab es  einige deutsche Medaillengewinner bei Europa und Weltmeisterschaften in Aktion zu sehen!

Für Eric Köhler brechen (nach 3 Jahren in der Regionalliga für den RC Germania Potsdam) nun auch im Einzelstart neue Zeiten an, da er seit diesem Jahr nun bei den Männern startet.  Unter anderem stand er gleich im ersten  Kampf im 59Kg Limit seinem Idol aus Kindertagen, Routinier Sven Cammin gegenüber. Am Ende kam er auf Platz 3.

Felix holt Silber!

12.12.2014

Ringen


"Es gibt keine Leibesübung bei der alle Glieder und Muskeln so gleichmäßig in Anstrengung gebracht werden wie beim Ringen. Nichts ist gymnastischer als Ringen." 
Zitat von Friedrich Ludwig (Turnvater) Jahn

Warum Ringen 
6 Gründe, warum Ringen für Kinder so gut ist: 
1. Weil Kinder Geschicklichkeit und Koordinationsvermögen entwickeln. 
2. Weil das Training fit und kräftig macht. 
3. Weil das Messen der Kräfte für Kinder ein Vergnügen ist. 
4. Weil diese Sportart zur Fairness erzieht. 
5. Weil das Ringen soziales Verhalten fördert. Im Training müssen die Partner aufeinander eingehen. Im Wettkampf wird miteinander gerungen und nicht gegeneinander gekämpft 
6. Ringen hat nichts mit prügeln zu tun. Fair geht vor! Eindeutige Regeln und Rituale geben Sicherheit vor körperlicher Schädigung und sorgen für einen partnerschaftlichen Umgang. 

Was bietet Ringen als Sportart? 
Kinder haben im Ringen die Möglichkeit, ihrem Spieltrieb nachzugeben und sich unter Aufsicht zu balgen und raufen. Sie lernen dabei ihren Körper zu beherrschen und gut mit ihm umzugehen. Eine positive Folge: Eine verbesserte Beweglichkeit, Orientierung und körperliche Leistungsfähigkeit. Dies äußert sich im täglichen Leben: Die Kinder sind weniger und kürzer krank, verletzen sich deutlich weniger und lernen z.B. den Aufprall bei Stürzen anzufangen. 

Ringen im Verein 
Ringen ist mehr als nur ein Sport. Im Verein finden sich Kinder und Jugendliche zusammen und bilden eine Einheit, in der Spiel und Spaß ebenso wichtig sind wie Training und Erfolg. So wird der Körper "wie nebenbei" von oben bis unten gekräftigt und trainiert. Ringkampftraining ist für Kinder und Jugendliche wie kaum eine zweite Sportart geeignet, um körperlichen Defiziten vorzubeugen oder sie auszugleichen. Durch das komplexe Training, zuerst spielerisch, dann kampfbetont werden vielfältige Bereiche des Körpers angesprochen. 
Zum Beispiel: 

Die Motorik: Orientierung wird verbessert, Bewegungsabläufe,Motorik und Koordination werden geschult
Die Muskulatur: Nicht nur Teile sondern der ganze Körper wird gekräftigt
Die Ausdauer: Ringen erhöht die Belastungsfähigkeit und Kondition.

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Bereichsleitung Ringen

Marco Köhler
E-Mail: marco.koehler@tsv-falkensee.de