37. Internationaler Pfingstcup des VFL Tegel!

Endlich wieder Ringen!

Bei bestem Strand- und Festivalwetter fand am Pfingstsamstag nach 2-jähriger Pause endlich wieder der weltweit beliebte Pfingstcup des VFL-Tegels in Berlin statt. Auch in diesem Jahr reisten Delegationen aus zahlreichen Ländern, darunter Belgien, Ungarn, Schweden, den Niederlanden und Sportler aus der Ukraine an. Unter den insgesamt 189 Mädchen und Jungen rangen auch 2 Ringer des TSV-Falkensee der um die vorderen Plätze mit. Für unsere beiden Starter stand neben dem Wettbewerb zunächst auch das Sammeln von Wettkampfpraxis und das Testen und Anwenden des bisher erlernten im Vordergrund. Dafür gab es bisher kaum Gelegenheit. Konnten doch bekanntermaßen in den letzten beiden Jahren kaum Turniere stattfinden.
So konnte Ben Rawolle im 42-kg-Limit der D-Jugend seinen Kampfstil im Turnierverlauf immer mehr steigern und zutrauen zu eigenen Aktionen gewinnen. Für einen Sieg hat es diesmal zwar noch nicht gereicht, aber das tat seiner Entschlossenheit keinen Abbruch. In einem Freundschaftskampf war die Aufregung dann doch zu groß, wollte Ben doch so sehr den Kampf gewinnen. Zu stürmisch griff er immer wieder als erster an, doch sein Gegner fing die Angriffe alle ab und konterte zu eigenen Punkten.

Teamkollege Ole Franz, Limit bis 34 kg konnte es kaum erwarten, endlich auch bei einem Turnier dabei zu sein und das Gelernte zu erproben. Bereits im ersten Kampf konnte er eigenes Zutrauen entwickeln, als die geplanten Griffe dann beim 2-3. Versuch funktionierten und es ihm gelang, die stürmischen Beinangriffe seines Gegners zu kontern. Am Ende ein hoher Punktsieg, 20:8 für Ole.

Davon beflügelt, ließ er seinem 2. Gegner keine Chance zum eigenen Handeln und schulterte ihn nach einem Kopfhüftschwung noch in der ersten Minute. Gegner 3 ließ sich nicht so leicht überrumpeln. Geschickt wich er immer wieder aus und lehrte Ole, dass Griffe nur sauber vorbereitet und ausgeführt funktionieren. Dann kam die Chance zu einem Kopfhüftschwung-Außen, dem sein Gegner nicht entgegensetzen hatte.

In dessen Folge wurde nach kurzem Brückenkampf Ole erneut Schultersieger. Im anschließenden Kampf um Gold und Silber war schon viel Erfahrung gefragt. Diesmal hatte Ole das Nachsehen. Dieser Gegner nutzte jeden Fehler zum Wurf und ließ Ole (noch) keine Chance. So errang Ole Franz am Ende verdient die Silbermedaille in einer voll besetzten Gewichtsklasse von 10 Startern. Eine beachtliche Leistung angesichts der wenigen Erfahrung, die er bisher sammeln konnte.

Ein gelungenes Turnier, das neben Erfahrung und Erfolg auch jede Menge neue Ziele absteckte.

Marco Köhler

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